Freitag, Juli 24, 2009

Zum Schlachten von Schweinen

Wendelin Wiedeking hat innerhalb von 15 Jahren die Porsche AG von einem verlustreichen zu einem der profitabelsten Unternehmen der Welt gemacht. Die Belegschaft und der Betriebsrat, das konnte man in den letzten Tagen überall lesen und hören, idolisiert und verteidigt ihn nach wie vor, das kommt so oft ja nun auch nicht vor. Die finanziellen Probleme der letzten Zeit hat er nur zu einem Teil zu verantworten. Die Abfindung, die er jetzt zu seinem Ausscheiden erhält, beträgt 50 Mio und ist damit deutlich geringer, als im Vorfeld allgemein gemutmasst wurde. Davon spendet Wiedeking die Hälfte und weist darauf hin, dass er weiterhin in Deutschland lebe und voll steuerpflichtig sei, wodurch ihm von der eigentlichen Summe letztendlich gut ein Viertel bleibt. Doch zu seinem Unglück ist gerade Wahlkampf in der Neidrepublik Deutschland, und so bekommt er es jetzt von allen Seiten:

"Der Vorgang sei skandalös, kritisierte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß: „Die Spekulationsgewinne, die seine Rieseneinkommen der vergangenen Jahre angeblich rechtfertigten, haben sich vollständig in Luft aufgelöst, und seine Firma ist am Ende.“ Auch Wiedekings Ankündigung, er wolle die Hälfte spenden, ändere nichts an der Verwerflichkeit des Prinzips, für Missmanagement Millionen zu bekommen. Auch der Bundesgeschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch, kritisierte die Abfindung: „Diese Summe ist absurd hoch und steht in keiner Relation zu irgendeiner geleisteten Arbeit.“
Auch die CDU kritisierte die Abfindungssumme: „Die Gier im Land ist grenzenlos. Bei den Abfindungen für Manager stimmt schon längst nicht mehr das Verhältnis zur eigentlichen Leistung“, sagte der CDU-Abgeordnete Dirk Fischer.
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Merke: Du kannst eigentlich nichts richtig machen. Nimmst du lediglich dein vollkommen legitimes Recht auf die beim Abschluss deines Vertrages festgesetzte Abfindung wahr, bist du ein gieriges Schwein. Verzichtest du zu einem Teil darauf und spendest von dem Rest auch noch die Hälfte für wohltätige Zwecke, bist du auch ein giereiges Schwein. Am besten, du wanderst aus, aber halt: dann bist du ja ein Steuerflüchtling und damit, genau, erst recht ein gieriges Schwein.